Description
Bezeichnend für das Konzept ist das Fehlen von Verkehrszeichen und –signalen, von Fahrbahnmarkierungen oder sonstigen physischen Trennungen. Straßen, Plätze und Gehwege werden von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und gemeinsam genutzt. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto, durch gegenseitiges aufeinander Achten soll der Verkehrsfluss verbessert und eine Aufwertung des städtischen Lebensraumes herbeigeführt werden. Einzig die Rechtsvorfahrt behält ihre Gültigkeit
Im Jahr 2008 entschied sich die Gemeinde Bartringen für eine Verkehrsberuhigung des Dorfzentrums mittels eines Shared-Space-Projekts. In direkter Umgebung der Stadt Luxemburg, einer Region, die von demographischen und konstruktiven Zuwächsen geprägt ist, wird der Gemeinde ein starkes Wachstum vorhergesagt. Diese Veränderungen bringen verkehrstechnische Konsequenzen mit sich, denen die Gemeinde unter anderem mit dieser Form der Verkehrsberuhigung entgegenzuwirken versucht. Um die Bürger mit in das Projekt einzubeziehen, wurden in den Jahren 2009 und 2010 mehrere Workshops organisiert, in denen die wesentlichen Linien des Projektes festgelegt wurden.
Laut den Vorgaben des Ministeriums kann eine „zone de rencontre“ dort umgesetzt werden, wo ein urbanisiertes Umfeld mit Wohn-, Einkauf-, Freizeit- und Unterrichtseinheiten vorzufinden ist. Der Ortskern von Bartringen, vorher vom Autoverkehr dominiert, wird künftig eine zentrale Rolle spielen: Umgeben vom Gemeindehaus, der „Schauwenburg“, der Kirche und dem angrenzenden Park, wird sich die Verkehrsgemeinschaft hier bunt mischen. Die Zierbeete und Leitplanken werden zugunsten der Raumöffnung entfernt, der große Parkplatz wird an das Sport- und Kulturzentrum „Atert“ verlegt, und südlich der Kirche wird ein Gemeindepark angelegt. Entlang der Rue de Mamer werden Kurzzeitparkplätze zum Einkauf in den anliegenden Geschäften eingerichtet. Zusätzlich wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 Stundenkilometer im Ortskern umgesetzt.
Nachdem die ministerielle Zusage zur Umsetzung erteilt wurde, haben die Arbeiten Mitte 2013 begonnen: Eine imposante Baustelle, die sich über 4 Phasen zu je 6 Monaten erstrecken wird.
Monsieur Patrick Hoss
Service écologique
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